3. Januar 2016

Darf ich vorstellen? - das wunderschöne Savannah!

Heute möchte ich euch eine der schönsten Städte der USA vorstellen: Savannah
Dieses wundervolle Städtchen in Georgia ist wie kein Zweites. Ich habe noch nie zuvor eine so toll angelegte Stadt gesehen, die einen einfach nur verzaubert und glauben lässt, in einem Märchen gefangen zu sein. Ein Märchen, dass mitten in einem riesigen verwunschenen Park seinen Höhepunkt findet und am Ufer des Savannah Rivers zuhause ist. 


Savanna ist bekannt für seine 24 kleinen Parks, die in regelmäßigen Abständen das Stadtbild zieren. Jeder dieser Plätze ist vollkommen anders gestaltet und hat seinen ganz eigenen Charme, der zum Verweilen und Träumen einlädt. Hier kann man sich einfach einmal die Zeit nehmen und es sich auf den vielen Parkbänken gemütlich machen, wie einst schon Forrest Gump am Chippewa Square - denn hier wurden einige Szenen des Films gedreht. Savannah besteht aus wunderschönen Häusern, die von vielen alten Eichen umgeben sind. Und auch das spanische Moos ist typisch für Savannah und den Süden der USA - es wächst auf sämtlichen Bäumen und schlängelt sich wie Lianen an ihnen hinab. Es hat mich einfach beeindruckt, wie grün und naturverbunden eine Stadt sein kann!


Wer sich erst einmal einen Überblick verschaffen möchte, dem würde ich auf jeden Fall eine historische Stadtrundfahrt empfehlen. Wir haben uns für die Old Savannah Tours entschieden - die Tour war einfach witzig gestaltet und auch super interessant. An den einzelnen Haltepunkten, an denen man gern aus- und auch wieder zusteigen kann, kamen altertümlich verkleidete Schauspieler/innen in den Trolley und berichteten von "ihren" damaligen Erfahrungen und Erlebnissen. Wäre es im Juli nicht so unfassbar heiß in Savannah, dann hätte es mir sogar noch besser gefallen! Doch Moskitoschwärme waren unsere abendlichen Begleiter und hinterließen schon recht fiese Stiche. Selbst den kleinen Eichhörnchen war es viel zu warm, so dass sie Abkühlung suchten. indem sie sich lang auf die Baumstämme legten und sich keinen Millimeter mehr bewegten. 


Wer auf Vodoozauber und Gruselnächte steht, der ist in den Südstaaten der USA übrigens ganz besonders gut aufgehoben. An jeder Ecke findet man hier Angebote für Horror-Nachtfahrten und verlassene Häuser, die an einen längst vergessenen Piratenunterschlupf erinnern sollen. Von Voodoopuppen über Zaubersprüche und Wahrsagern - wer daran glaubt, wird sich hier pudelwohl fühlen! Pünktlich zur Geisterstunde starten die Voodoo-Touren in Richtung Friedhof, zu denen ihr euch vorab besser anmelden solltet. Sie sind alle heiß begehrt und lässt die Herzen der Hobby-Geisterjäger höher schlagen! Savannah kann aber auch ohne diese Tour schon gruselig genug sein - das spanische Moos, das in der Dämmerung geisterhaft von den Bäumen hängt und all die Gaslampen, die an den Hauseingängen im Wind flackern und trübes Licht über die Straßen legen, reichen schon aus, um einem ein mulmiges Gefühl in der Magengegend zu verpassen. 

Wer sich stärken will und nach einem gemütlichen Restaurant Ausschau hält, wird sicher entlang des Savannah-Rivers fündig! Vor allem Fischrestaurants locken mit Spezialitäten und frischem Fisch. Auch die Burger sind mal wieder super lecker. Wer den Abend mit einem Cocktail ausklingen lassen will, kommt auch hier auf seine Kosten. In vielen Bars gibt es Live-Musik und von den oberen Terrassen hat man einen tollen Blick auf den Fluss. Besonders viel Zeit habe ich allerdings in den Candy-Shops verbracht - hier wird alles frisch hergestellt und duftet verführerisch gut! 

Savannah ist eine traumhaft schöne Stadt und eine Art Ruhepol zu dem man gern zurückkommen würde. Lasst euch in eine ganz andere Welt entführen!

4. Dezember 2015

The Gallow Green in New York City [Rooftopbar]

Wer möchte sich nicht einmal wie ein waschechter New Yorker fühlen? Kurz nach Feierabend zieht man sich schnell ein luftiges Sommerkleid an. Legt noch einmal Make up auf und zieht den Lippenstift nach. Lässt sich stilecht mit dem Taxi zur nächsten Party bringen oder schlendert durch den High Line Park in Richtung Cocktailbar. Vor allem über den Dächern von New York lässt es sich besonders gut feiern und die Aussicht ist noch dazu atemberaubend schön!


Leider hat man bei einem Kurzbesuch gar nicht so viel Zeit, um jede einzelne New Yorker Bar einmal zu testen. Doch die Rooftopbar Gallow Green in Chelsea gehört für mich zu einer der schönsten! Die Atmosphäre ist dort einfach zauberhaft schön und so romantisch: Alles ist mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Überall stehen Blumen. Bahnschienen dienen uns als Weg zur Bar. Laternen und Lichterketten hängen in den Ästen und lassen einen zur Ruhe kommen und den Abend genießen. Auch ein Restaurant befindet sich in der Lodge des Gallow Green und lädt zum Dinieren ein. Allerdings ist diese Bar nichts für den kleinen Geldbeutel - 17$ für einen recht niedlichen kleinen Cocktail wirken da schon etwas ausladent. Allerdings haben es diese Cocktails auch ordentlich in sich! Bier bekommt ihr für ca. 12 $ (soweit ich das noch in Erinnerung habe).


Die Bar ist dennoch immer recht gut besucht, so dass sich die Platzsuche schon mal etwas schwierig gestalten könnte. Die Aussicht könnte meiner Meinung nach jedoch noch besser sein! Klar hat man auch einen Blick auf das Empire State Building, doch den muss man schon ganz schön suchen! Doch die Gemütlichkeit und das New Yorker Feeling kommen hier absolut nicht zu kurz und lohnen sich allemal! in Verbindung mit einem Spaziergang durch den High Line Park darf ein Besuch hier also nicht fehlen! 

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29. November 2015

New York City Apartment [East Village Hotel]

Ich möchte euch unbedingt noch das Apartment empfehlen, in dem wir in New York wohnen durften! Es ist wirklich super schön eingerichtet, gemütlich und hat alles, was man für den Aufenthalt benötigt. Wir hatten uns für das East Village Hotel in Lower Manhattan und im Herzen von East Village entschieden. Normalerweise ist es in Amerika meist so, dass man in jedem Zimmer 2 Doppelbetten zur Verfügung hat und auch nicht pro Person, sondern pro Zimmer zahlt. Somit kann man auch super sparen, wenn man zum Beispiel mal einen Trip mit den Mädels plant. Unser Apartments war allerdings recht klein und daher auch nur mit einem Doppelbett ausgestattet. 


Mir ist dieses Hotel dank der farbenfrohen Fassade bereits beim ersten Besuch in New York aufgefallen und zufällig haben wir es dann auch im Internet entdeckt und gebucht. Es ist zwar recht einfach eingerichtet, aber dennoch hat uns die Ausstattung doch sehr überrascht. Und auch das Konzept ist klasse - eine Rezeption oder Frühstück gibt es hier nicht. Man bekommt kurz vor der Reise eine Mail, mit einem Code für den Haupteingang und einem Code für sein Zimmer. Diese sollte man sich dringend im Handy speichern, um nicht plötzlich vor verschlossener Tür zu stehen. Man hält sich also nicht lange damit auf, an der Rezeption einzuchecken oder irgendwelche Papiere auszufüllen, sondern zieht direkt in sein neues Reich, als gehörte man einfach dazu. Als wäre man Teil dieser grandiosen Stadt! Und natürlich darf der kleine "Balkon" in Form einer Feuerleiter nicht fehlen!


Es gibt einige Bewertungen, in denen man sich über den Stadtlärm beschwert hat ... Dem kann ich erstens nicht so zustimmen und zweitens will ich doch genau DAS erleben! Ich will mittendrin sein, statt nur dabei. Und ich will mich willkommen fühlen, wenn ich die ersten hupenden Autos und dröhnenden Sirenen höre. Ich will das Fenster ganz amerikanisch nach oben schieben und das Stadtleben genießen. New Yorker Luft einatmen. Mich wohlfühlen. Falls es einem hier und da doch einmal zu laut werden würde, hat das East Village Hotel jedoch reagiert und Ohropacks bereitgelegt! So sollte jeder eine erholsame Nacht genießen können, um am nächsten Morgen wieder fit in einen aufregenden Tag zu starten. "The Bean" befindet sich direkt unter dem Hotel und lädt zu einem leckeren Frühstück ein. Es ist im Prinzip ähnlich wie Starbucks - dort könnt ihr euren Kaffee in den verschiedensten Sorten genießen und euch den Bauch mit Leckereien vollhauen. 


Ihr habt aber auch die Möglichkeit, euch in der eigenen Küche des Apartments etwas zu kochen. Dort stehen euch sämtliche Küchenutensilien zur Verfügung. Und auch das Bad ist super schön eingerichtet und mit allem ausgestattet, was ihr für die tägliche Pflege benötigt. Auch ein Föhn liegt bereit. Besonders toll finde ich, dass man in Manhattan absolut überall mitten im Geschehen ist und sich immer eine Subway-Station in der Nähe befindet. Direkt gegenüber des Hotels ist auch eine Bushaltestelle zu finden, an der außerdem auch der Hop on - Hop off - Bus Halt macht! Allerdings sind für diese Städterundfahrten leider keine Abfahrtzeiten angegeben und auch wenn die Busse bereits ab ca. 9 Uhr auf den Straßen unterwegs sind, kann es am Morgen zu längeren Wartezeiten kommen. Also verlasst euch nicht zu sehr darauf!

Ich kann euch dieses Hotel wirklich nur empfehlen. Es gab keinerlei Komplikationen und alles hat einfach gestimmt. Auch der Preis war für New Yorker Verhältnisse absolut ok! 

7. November 2015

New York City Love II

Was ich an New York so liebe? Hmm... schwer zu sagen. Da gibt es so viel. Für viele von uns wäre es wahrscheinlich die Mode - die Metropole der angesagtesten Trends und neuesten Entdeckungen. Für mich persönlich ist es die Stadt an sich mit all ihren Facetten. New York wirkt einfach so riesig und ist doch so klein, dass man sogar alles zu Fuß erreichen könnte, wenn man es denn wollte und wenn man die Zeit dazu hat. Und zwischen all dem Trubel gibt es so viele tolle grüne Flecken, die zum Entspannen und Durchatmen einladen. Grüne Wiesen und Blumenbeete zwischen all den Betonklötzen und hupenden Autos. Grüne Oasen bremsen einen immer wieder ab und lassen einen für einen Moment verweilen. Der High Line Park gehört zu eben diesen Plätzen, die mich an New York so faszinieren.


Im Westen von Manhattan erstreckt sich der über 2 Kilometer lange High Line Park nahe des Hudson Rivers. Von der Gansevoort and Washington Street im Meatpacking District schlängelt sich der Park in Richtung Norden vorbei an Chelsea bis hoch zur 34th Street. Es ist wirklich total sehenswert, sich einmal die Zeit für diese Strecke zu nehmen. Vor allem bei Sonnenuntergang ist es wunderschön! Es gibt auch eine Stelle mit fließendem kühlen Wasser, die wie gerufen für angeschwollene Füße kommt, die einen den ganzen Tag über harten Beton tragen mussten. Der Ausblick, der sich einem bietet, ist wirklich toll und ist ein netter Begleiter auf dem Weg in die nächste Skybar. Auch auf dem Weg in Richtung 9/11 Memorial and Museum nutzten wir diese Strecke und spazierten dann noch ein wenig am Hudson River entlang. 


Der Weg ist wirklich ziemlich lang und man sollte sich Zeit nehmen, aber bei so schönem Wetter war es einfach unumgänglich, auch ein wenig die Sonne zu genießen, sich auf der Wiese zu sonnen und dabei den Blick auf den Fluss zu genießen. Was kann es schöneres geben, als sich dabei mitten in Manhattan zu befinden? Mit direktem Blick auf des höchste Gebäude. Umgeben von Ruhe und Lärm. Besonders süß fand ich all die Kindersportgruppen, die an dem Tag unterwegs gewesen sind. Ob auf dem Weg zu den Spielplätzen mit den Kleinen oder in Richtung Basketballplatz für die Großen - alle trugen sie ihre Warnwesten oder speziellen farblich abgestimmten Shirts, an denen man sie leicht erkennen konnte. Selbst am späten Nachmittag waren sie noch gemeinsam unterwegs und hatten ihren Spaß. Während wir uns auf den Weg zu einem ernsteren Thema in der Geschichte der USA begeben haben - 9/11...


Direkt vor dem One World Trade Center befindet sich das 9/11 Memorial. Unglaublich riesige quadratische Löcher befinden sich mitten in New York tief im Boden und erstrecken sich über eine gewaltig große Fläche. Literweise stürzt das Wasser wie Millionen von Tränen hinab in die Tiefe. Ganze 9 Meter sind die Becken tief, an denen einst die beiden Twin Tower ihren Platz hatten. Ich kann das Gefühl leider kaum beschreiben, das man empfindet, während man dort steht - all die Namen der Opfer, dieses gigantische Ausmaß und die Tatsache, dass all das Wirklichkeit gewesen ist, egal, wie weit es doch von Deutschland entfernt schien. Wenn man dann ganz plötzlich dort vor Ort ist, wird einem das zum ersten Mal wirklich bewusst und lässt einen ziemlich schlucken. 

Jeder der einmal die Möglichkeit hat, sich dieses Mahnmal und das dazugehörige Museum anzuschauen, der sollte dies unbedingt tun! Das Museum ist so unglaublich interessant eingerichtet, dass einem ziemlich oft einfach der Atem weg bleibt. Videos, Zitate, Sprachnachrichten der entfürten Passagiere, Bilder des Einsturzes und viele verschiedene Gegenstände, die einst einmal den Opfern gehört haben, selbst eingeknickte Stahlträger, die riesige Antenne eines der Gebäude und Feuerwehrautos werden im Museum ausgestellt und regen zum Nachdenken an. Ich stand einfach nur sprachlos mitten in all den Erinnerungen tief unter der Erde. Genau an dem Punkt, über dem sich das Unglück vor knapp 14 Jahren ereignete. Gänsehaut, Traurigkeit und Unmengen an Respekt gegenüber den vielen Helfern und Familien der Opfer nahm ich von diesem Ort mit nach Hause. Unbeschreibliche Gefühle. Und ein Kloß im Hals.


Den letzten Tag verbrachten wir noch einmal in Uptown. Der Central Park darf bei einem New York City - Besuch natürlich auf keinen Fall fehlen. Und so machten wir uns trotz des schlechteren Wetters auf den Weg um den größten der Seen. Wir pflückten Himbeeren (ob man das überhaupt darf?) und fütterten Eichhörnchen auf Bäumen und Schildkröten im See, kamen am Soft Field vorbei begegneten Joggern, Pferden mit Kutschen und vielen Radfahrern und Spaziergängern. Der Park ist immer so voller Leben und macht einfach nur gute Laune. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, uns (wie eigentlich ursprünglich geplant) ein paar Fahrräder auszuleihen, um uns einmal den gesamten Park anzuschauen - denn auch das wäre in unserem the New York Pass inbegriffen gewesen. 


Denn von New York muss man wissen, dass es eigentlich gar nicht so wirklich die Stadt ist, die niemals schläft. Und auch keine Stadt mit unbegrenzten Möglichkeiten - denn spätestens 17 Uhr schließt eigentlich so ziemlich jedes Museum, das man sich eventuell noch angucken wollte. Auch die Hop on - Hop off - Busse fahren nach 17 Uhr nur noch für spezielle Nachtfahrten und -strecken. Fahrräder lassen sich dann leider auch nicht mehr ausleihen und überhaupt scheint 17 Uhr eine ganz magische Stunde zu sein. Also versucht in New York (und auch in vielen anderen Städten der USA) einfach früher aufzustehen, um ab 9 Uhr Morgens auch wirklich alles nutzen zu können. Und habt vor allem wirklich immer die Öffnungszeiten im Blick! Es ist halt ärgerlich, dass es in dieser Stadt eigentlich so viel zu sehen gibt, man aber zeitlich einfach ziemlich eingeschränkt ist. 

Allerdings hat New York auch wunderschöne Gebäude mit den tollsten Verzierungen. Architektur spielt dort eine wirklich wichtige Rolle und zwischen all dem Beton und den verglasten Fronten finden sich immer wieder wahrhafte Schätze. Vor allem auch bei der Fahrt mit the Ride wird man immer wieder auf die tollen Bauwerke hingewiesen. Und man bekommt ganz nebenbei noch eine ordentlich Portion Entertainment geboten, bei der man lachen, tanzen und Spaß haben kann. The Ride ist eine extravagante Stadtrundfahrt für den etwas größeren Geldbeutel - denn mit 74$ ist diese Fahrt dann doch etwas überteuert! Doch natürlich ist auch diese Attraktion wieder im New York Pass enthalten, wodurch sie der Kauf dieses Passes erst Recht immer mehr lohnt! Der Bus in dem ihr fahren werdet ist kein gewöhnlicher Bus, denn die Sitzreihen sind wie im Kino angeordnet und man schaut zur Seite hinaus und nicht nach vorn. Durch die abgerundeten Fenster, die sich bis zur Hälfte des Daches erstrecken, hat man den perfekten Blick auf die Stadt und kann all den Überraschungen folgen, die einem mitten auf der Straße begegnen werden - eine Fahrt, begleitet von Schauspielern, tanzenden Ballerinas und singenden "Passanten" vereinen sich Broadway, Entertainment und Quizshow mitten in einer Stadtrundfahrt. Mitmachen sollte man dieses einzigartige Erlebnis auf alle Fälle einmal. Aber man sollte hier schon etwas mehr Englischkenntnisse mitbringen, damit man dem Ganzen besser folgen kann. Wer dann noch einmal ein wunderschönes Gebäude von innen bestaunen möchte, sollte vielleicht einmal einen Blick in die New York Public Library werfen. Sie befindet sich direkt am Bryant Park in Midtown. 


Ihr wollt am Ende eurer Reise dann doch noch - ganz wie einst Ted Mosby - wissen, wo es denn nun den besten Burger der Stadt gibt? Tja, also - wie schon die New Yorker in How I met your Mother schwärmten und ihren Sieger kürten, so kann ich ihnen bisher nur zustimmen - das Corner Bistro hat einfach so unfassbar gute Burger! Das kleine unscheinbare Bistro befindet sich in der 41st Street im Greenwich Village nur ein paar Blocks von Carry Bradshaws Apartment - Eingang entfernt. Dieser kleine Laden hat sich seine viele Auszeichnungen eindeutig verdient! Und trotz der Plastikteller schmeckt der Burger einfach traumhaft gut - medium gebraten und so unglaublich saftig und lecker! Das Bier wird in ordentlichen Bierkrügen gereicht und alles in allem ist es da so schön familiär und gemütlich, dass man sich gleich willkommen fühlt. Natürlich ist das Bistro auch oft recht voll und bietet aufgrund der Größe auch nur eine geringe Anzahl von Plätzen - aber wer etwas Geduld mitbringt und einen Augenblick warten kann, der darf sich auf einen fabelhaften Imbiss freuen! 

Übrigens... sind alle Restaurants in New York mit Buchstaben an den Eingängen oder in den Fenstern ausgestattet - um Restaurants, die mit C gekennzeichnet sind, würde ich lieber einen Bogen machen. Auch von Restaurants mit einem B nimmt man lieber Abstand. In Restaurants mit einem A als Kennzeichnung kann man jedoch bedenkenlos essen gehen!

27. Oktober 2015

New York City Love I

Ich sitze gespannt im Flieger und springe sofort auf, als die Anschnallzeichen erloschen sind. Natürlich weiß ich, dass es noch einige Zeit dauert, bis man endlich die engen Gänge des Airbus verlassen kann. Noch sind sämtliche Türen geschlossen. Ich glaube sogar, dass sich die Passagierbrücke noch nicht einmal ansatzweise in der Nähe unseres Ausgangs befindet. Aber nach über 8 Stunden Flugzeit kribbelt mein ganzer Körper und will einfach nur noch raus. Nicht, weil ich Angst habe, mir alles weh tut oder ich die Enge des Fliegers nicht mehr ertragen kann - ganz im Gegenteil, ich liebe das Fliegen und sogar das Essen hoch oben über den Wolken! Aber es zieht mich einfach raus. Ich will so schnell wie möglich an die Luft und die ersten tiefen Atemzüge in dem Land in mich aufsaugen, das ich so liebe. Ich möchte es endlich wieder riechen - denn es riecht anders. Es duftet nach Ferne und nach Abenteuer. Es erinnert mich daran, endlich wieder angekommen zu sein. So schön es wohl überall auf dieser Welt sein kann, so sehr habe ich mich in dieses Land verliebt, in dem ich nach all den Sicherheitskontrollen und der Gepäckabholung endlich wieder stehe - die USA


Direkt vor dem Newark Liberty International Airport ist es dann wie eine Welle des Glücks, die über mich hereinbricht. Drei wundervolle Wochen liegen vor uns und ich kann es kaum noch erwarten, endlich wieder auf Entdeckungstour zu gehen! Der Flug mit Lufthansa lief wie immer reibungslos und das Essen hat tatsächlich auch wieder super geschmeckt. Auch das Bordkino war großartig und das Personal sehr nett und hilfsbereit. Unser erster Stop war New York City. Und was soll ich sagen - ich bin verliebt. Noch mehr, als beim ersten Mal. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass mir diese Stadt so sehr gefehlt hat und dass sie mich so glücklich machen kann! Ich kann es eigentlich auch kaum beschreiben - ich weiß nur, dass ich bereits eine Woche später die nächsten Flüge nach New York geplant habe und mich extremes Fernweh plagte, obwohl ich das Land noch nicht einmal verlassen hatte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es mit jedem weiteren Besuch einfach nur noch schlimmer werden wird und dass ich einen großen Teil meines Herzens einfach mal so mitten auf dem Rockefeller Center verloren habe. 


Um in unser kleines Appartment in East Village zu kommen, haben wir uns vorab bereits einen SuperShuttle bestellt, den ihr ganz bequem von Zuhause aus buchen könnt. Per Mail bekommt ihr dann die Nummer des Shuttles mitgeteilt und wo genau ihr zusteigen könnt. Den Van erkennt ihr auch recht schnell an der blauen Farbe und eben an der jeweiligen Nummerierung. Meist fährt man dann einige Punkte des Flughafens ab, an denen noch weitere Fahrgäste einsteigen. Die Fahrtdauer von Newark nach Manhattan ist natürlich von den Verkehrsbedingungen abhängig. Meist staut es sich vor allem vor dem Lincoln-Tunnel. Doch die Fahrt vergeht wie im Flug, wenn man nebenbei so viel von einer so tollen Stadt sehen kann. Nach etwas mehr als einer Stunde wurden wir schließlich direkt vor unserem Apartment im East Village Hotel abgesetzt.


Viel Zeit zum Entspannen blieb jedoch nicht, da wir jede freie Minute einfach nutzen und genießen wollten. Nachdem wir unsere Koffer also im Zimmer abgestellt und uns umgezogen hatten, haben wir uns auch schon direkt wieder ins Getümmel gestürzt. Mitte Juli war das Wetter einfach so traumhaft schön, dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen! Die Sonne lachte vom Himmel und nahm uns in Empfang. Wir strahlten mit ihr um die Wette. East Village ist ein Viertel, was wirklich toll gelegen ist! Ob zu Fuß, mit Taxi oder mit der Bahn - man kommt eigentlich immer schnell an sein Ziel. Wir haben uns am ersten Tag zu Fuß auf den Weg in Richtung Times Square gemacht, denn wir mussten noch eine kleine Bestellung abholen, die uns für die kommenden Tage die Sightseeingtouren und auch unseren Geldbeutel um einiges erleichtern würden.


Bereits in Deutschland haben wir uns einen der verschiedenen Städte-Pässe herausgesucht, mit denen man bares Geld sparen kann! Je nachdem, was ihr alles sehen und wie lange ihr euch dafür Zeit nehmen wollt, könnt ihr zwischen drei verschiedenen Pässen wählen, die man jedoch auch noch einmal individuell an seine Bedürfnisse anpassen kann. Da gibt es einmal den Explorer Pass, dann den New York City Pass und the New York Pass. Den letzteren der drei haben wir für uns entdeckt und waren wirklich total zufrieden! An drei Tagen konnten wir überall reingehen und uns all das ansehen, was wir wollten - über 80 Attraktionen sind in dem Pass inbegriffen und das haben wir auch ausgenutzt. Natürlich kann man an nur drei Tagen unmögliche alle Attraktionen besichtigen, aber man spart eindeutig - vor allem Geld. Aber ab und zu auch mal Zeit - denn es gibt für die Passbesitzer Extrakassen, an denen man seine jeweiligen Tickets abholen kann. Da natürlich viele Touristen einen solchen Pass haben, sind auch diese Kassen immer gut besucht. Aber manchmal hat man einfach auch Glück. Ihr solltet euch genau informieren, welcher der drei Citypässe für euch in Frage käme (zum Beispiel hier) und dann abwägen, ob es sich lohnen würde. Wenn ihr euch entschieden habt, bestellt ihr den Wunschpass einfach übers Internet. Ihr könnt ihn euch entweder mit FedEx zuschicken lassen, oder holt ihn euch dann vor Ort an den entsprechenden Abholstationen ab. Haltet hier aber unbedingt die angegebenen Zeiten ein - nicht, dass ihr einen Tag weniger in Anspruch nehmen könnt, weil ihr die Zeit vergessen habt und die Kassen bereits geschlossen sind. 


In unseren Pass inbegriffen waren außerdem die Hop on - Hop off - Tickets. Ich finde die Möglichkeit einfach toll, sich eine kurze Auszeit gönnen zu können, wenn einem die Füße schmerzen, und währenddessen dennoch etwas von der Stadt zu sehen. Auch beim letzten Mal haben wir bereits einige Rundfahrten gemacht - doch die Nachttour in Richtung Brooklyn hatten wir leider verpasst. Dieses Mal haben wir uns jedoch rechtzeitig an der 42nd Street and 7th Avenue angestellt, um diese Tour zu erleben und wurden nicht enttäuscht! Ich kann jedem nur empfehlen, diese Tour zu machen - sie ist atemberaubend schön! Es ist wahnsinnig toll, wenn die Sonne langsam zwischen den Wolkenkratzern vom Horizont verschlungen wird und die ganze Stadt mehr und mehr zu leuchten beginnt. Durch Chinatown und Little Italy ging es zum East River, um dann den Weg über die Manhattan Bridge in Richtung Brooklyn zu nehmen. Und dieses Gefühl und diesen Ausblick werde ich wohl nie wieder vergessen! Es war so wunderschön - die untergehende Sonne hatte den Himmel in ein zartes Violett getaucht. Und die Lichter in den Fenstern der mächtigen Wolkenkratzer ließen die Skyline erstrahlen, aus der wir nun selbst herausbrachen. Ich bekam meinen Mund kaum zu - es war, als würde man fliegen - der Wind im Gesicht, tief unter uns befand sich der East River, um uns die heranbrechende Nacht. Und hinter uns - eine grandiose Kulisse, die man einfach selbst erlebt haben muss!


Auch wenn die Aussicht nicht ganz so optimal war, hatten wir dennoch eine tolle Aussicht vom Top of the Rocks! Letztes Mal hatten wir es leider zeitlich nicht mehr geschafft, auf die Plattform zu gelangen, um diesen traumhaften Blick über den Central Park zu genießen. Es lohnt sich total, da man so auch das Empire State Building in seiner vollen Pracht bestaunen kann - wie es aus all den so klein wirkenden Gebäuden heraussticht und sie alle überragt. Kurzerhand hatten wir uns am nächsten Abend dann außerdem dazu entschlossen, erneut das Empire State Building zu erklimmen um dabei zuzusehen, wie die Nacht ein weiteres Mal über New York hereinbricht. Zur Dämmerung ist es dort oben jedoch extrem voll und wird auch immer kühler - aber das hat uns nicht davon abgehalten, die Zeit dort oben zu genießen und den Tag ausklingen zu lassen...

... to be continued.